Waffen­besitz­karte beantragen: was du brauchst und was sie kostet

Die Waffenbesitzkarte erlaubt dir, Schusswaffen zu erwerben und zu besitzen. Hier steht, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, welche Karte du brauchst und wie der Antrag läuft.

Stand: 24.10.2026 · Keine Rechtsberatung, maßgeblich ist deine Waffenbehörde

Hände füllen ein Antragsformular mit Kugelschreiber aus, daneben liegt ein Smartphone

Die Antwort in Kürze

Für die Waffenbesitzkarte brauchst du fünf Dinge: das nötige Alter, Zuverlässigkeit, persönliche Eignung, die Sachkunde und ein Bedürfnis, als Sportschütze die Bescheinigung deines Verbands. Den Antrag stellst du bei der Waffenbehörde deines Wohnorts. Die Gebühr legt die Behörde fest, Beispiele liegen bei rund 90 bis 110 €.

Was die Behörde prüft

  1. Alter: Als Sportschütze musst du mindestens 21 Jahre alt sein. Ab 18 geht es nur für Kleinkaliberwaffen bis .22 lr und für Einzellader-Flinten bis Kaliber 12, wenn die Sportordnung deines Verbands das erlaubt. Bist du unter 25, brauchst du für die erste Erlaubnis zusätzlich ein Gutachten über deine geistige Eignung, außer für diese Kleinkaliber- und Flintenwaffen.

  2. Zuverlässigkeit: Die Behörde fragt unter anderem ab, ob du vorbestraft bist.

  3. Persönliche Eignung: zum Beispiel keine Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen.

  4. Sachkunde: das Zeugnis deiner Waffensachkundeprüfung.

  5. Bedürfnis: Als Sportschütze bescheinigt dir dein Verband, dass du seit mindestens zwölf Monaten Mitglied bist und in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal im Monat oder insgesamt 18-mal mit erlaubnispflichtigen Waffen trainiert hast.

Quelle: § 6 und § 14 WaffG

Welche Waffenbesitzkarte du brauchst

Grüne, gelbe und rote Waffenbesitzkarte im Vergleich
KarteFür wenBesonderheit
Grüne WBKSportschützen, Erben und andere mit BedürfnisErwerb in der Regel erst nach einem Voreintrag der Behörde
Gelbe WBKSportschützenbestimmte Sportwaffen wie Einzellader und Repetier-Langwaffen; bis zu 10 Waffen ohne Voreintrag
Rote WBKSammler, Sachverständigefür Sammlungen nach eigenem Sammelthema

Mit der gelben WBK kaufst du zuerst und meldest die Waffe dann an. Mit der grünen holst du dir die Erlaubnis vor dem Kauf.

Vom Zeugnis zur Karte

  1. Sachkunde bestehen und das Zeugnis aufbewahren.

  2. Bedürfnis nachweisen: Bescheinigung deines Verbands besorgen.

  3. Aufbewahrung vorbereiten: Viele Behörden wollen mit dem Antrag einen Nachweis über deinen Waffenschrank, etwa Rechnung und Fotos.

  4. Antrag stellen: bei der Waffenbehörde deines Wohnorts, je nach Ort auch online.

  5. Prüfung durch die Behörde: Sie fragt Zuverlässigkeit und Eignung ab und stellt die Karte aus.

Die Gebühr legt deine Behörde fest

Beispiele für die Gebühr der Waffenbesitzkarte
BeispielGebühr
Berlin, gelbe WBK107 €
Sachsen, Ausstellung90 €, plus 25 € je weitere eingetragene Waffe

Dazu kommen Lehrgang und Waffenschrank.

Was die Waffensachkunde kostet

Erben haben eine Frist von einem Monat

Wenn du Waffen erbst, musst du das der Behörde sofort anzeigen. Innerhalb eines Monats nach Annahme des Erbes beantragst du eine Waffenbesitzkarte oder die Eintragung in deine bestehende. Welche Nachweise du brauchst, klärt deine Waffenbehörde.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich schießen, um die Waffenbesitzkarte zu behalten?

In den letzten 24 Monaten mindestens einmal pro Quartal oder sechsmal innerhalb von zwölf Monaten, mit einer eigenen erlaubnispflichtigen Waffe. Die Behörde prüft dein Bedürfnis alle fünf Jahre. Nach zehn Jahren Mitgliedschaft reicht in der Regel die Vereinsmitgliedschaft.

Darf ich mit der Waffenbesitzkarte eine Waffe tragen?

Nein. Die Karte erlaubt Erwerb und Besitz. Zum Führen in der Öffentlichkeit brauchst du einen Waffenschein.

Kann ich die Waffenbesitzkarte ohne Verein bekommen?

Als Sportschütze brauchst du die Bescheinigung eines anerkannten Schießsportverbands, also eine Vereinsmitgliedschaft.

Quelle: § 6 und § 14 WaffG

Der erste Schritt ist die Sachkunde

Ohne bestandene Prüfung gibt es keine Waffenbesitzkarte. Fang jetzt mit den Fragen an.

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