Waffen­sach­kunde­prüfung: so läuft sie ab

Die Prüfung hat einen theoretischen und einen praktischen Teil. Hier siehst du, was dich in jedem Teil erwartet und wie du dich vorbereitest.

Stand: 24.10.2026 · Keine Rechtsberatung

Die Antwort in Kürze

Die Waffensachkundeprüfung nach § 7 WaffG besteht aus Theorie und Praxis. In Lehrgängen nach der Richtlinie des Deutschen Schützenbundes beantwortest du 100 Fragen in höchstens 120 Minuten und brauchst mindestens 75 % richtige Antworten. Danach zeigst du am Schießstand, dass du sicher mit Waffe und Munition umgehst.

Die Prüfung nach der Richtlinie des Deutschen Schützenbundes
PunktNach DSB-Richtlinie
Schriftliche Prüfung100 Fragen, höchstens 120 Minuten
Fragenartenhöchstens 80 % Ankreuzfragen, der Rest mit selbst formulierter Antwort
Bestandenab 75 % richtig
Mündliche Nachprüfungbei 60 bis 74 %, direkt im Anschluss
Nicht bestandenunter 60 %
Praktische Prüfungsichere Handhabung, Laden und Entladen, Schießen
PrüferKommission aus drei sachkundigen Personen
Lehrgang vorhermindestens 22 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten

Die Werte stammen aus der DSB-Richtlinie vom 08.11.2025. Staatlich anerkannte Lehrgänge und andere Verbände können abweichen, frag deinen Anbieter.

Von der Anmeldung bis zum Zeugnis

  1. Lehrgang wählen: bei deinem Verein oder Verband oder bei einem staatlich anerkannten Lehrgangsträger.

  2. Lehrgang besuchen: Waffenrecht, Waffentechnik, sichere Handhabung, Notwehr und Notstand.

  3. Schriftliche Prüfung: Ankreuzfragen und Fragen, deren Antwort du selbst formulierst.

  4. Mündliche Nachprüfung, falls nötig: Sie konzentriert sich auf die Lücken aus dem schriftlichen Teil.

  5. Praktische Prüfung: Du zeigst die Sicherheitsregeln und den sicheren Umgang mit Waffe und Munition.

  6. Zeugnis: Damit beantragst du später die Waffenbesitzkarte.

    Waffenbesitzkarte beantragen

Waffenrecht ist der größte Block

Nach der DSB-Richtlinie verteilen sich die 100 Fragen so:

Fragen je Thema nach der DSB-Richtlinie
ThemaFragen
Waffenrecht30
Schießen und Schießstätten10
Beschussrecht10
Notwehr und Notstand10
Waffen- und Munitionskunde10
Handhabung von Schusswaffen10
Ballistik10
Schieß- und Standaufsicht10

Gut machbar, wenn du die Fragen kennst

Die Fragen kommen aus einem festen Katalog. Du lernst also keinen unbekannten Stoff, sondern einen begrenzten Fragenpool. Schwierig wird es meist an zwei Stellen: bei den vielen Paragrafen im Waffenrecht und bei Fragen, die du ohne Antwortvorgaben beantworten musst.

  • Lerne in kurzen Runden statt alles am Abend vorher.

  • Wiederhole deine Fehler, bis sie sitzen.

  • Übe auch die Antworten, die du selbst formulieren musst.

Du kannst die Prüfung wiederholen

Wer nicht besteht, darf die Prüfung wiederholen. Der Prüfungsausschuss kann festlegen, dass du vorher eine Frist abwartest oder den Lehrgang erneut besuchst. Wenn es nur am Schießen lag, kann die Kommission dir aufgeben, in einer Frist zu üben und dann eine Bescheinigung deines Vereins vorzulegen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Waffensachkunde?

Nach DSB-Richtlinie umfasst der Lehrgang mindestens 22 Unterrichtseinheiten, als Wochenende oder verteilt auf höchstens sechs Tage. Viele Anbieter rechnen mit zwei bis drei Tagen.

Muss ich schon schießen können?

Die nötigen Fertigkeiten bekommst du meist im Verein. Ohne Nachweis gibst du in der Prüfung mindestens 5 Schuss auf eine Scheibe ab, alle sollen treffen.

Gilt die Prüfung bundesweit?

Staatlich anerkannte Lehrgänge gelten bundesweit. Bei Verbandslehrgängen frag nach, welche Verbände das Zeugnis anerkennen.

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